Kategorie-Archiv: 2009

Morris Gleitzman: “Einmal”

Carl Hanser Verlag, 2009. 192 Seiten.

In „Einmal“ entdeckt ein kleiner Junge nach und nach die Verbrechen der Nationalsozialisten. Dabei ist das Buch aus Sicht dieses Jungen geschrieben und versucht, dessen Sprache abzubilden, der immer weniger über eine Sprache verfügt, die Sinnlosigkeit der Taten zu beschreiben.

Felix ist neun Jahre alt und lebt seit über drei Jahren in einem abgelegenen katholischen Waisenhaus in Polen. Felix glaubt fest daran, dass seine Eltern ihn aus dem Waisenhaus abholen werden. Felix ist Jude und die Geschichte spielt im Jahr 1942. Als Felix beobachtet, wie uniformierte Männer im Hof des Waisenhauses Bücher verbrennen, will er seine Eltern warnen und flieht, um sie zu suchen. Weiterlesen

Chen Jianghong: “An Großvaters Hand”

Moritz Verlag, 2009. 80 Seiten.

Der kleine Ich-Erzähler berichtet von seiner Kindheit in China: Die Oma kocht und näht, die taubstumme Schwester geht in eine Gehörlosenschule und zeigt ihrem Bruder, wie man zeichnet, die Eltern kümmern sich gut um alle. Doch die wichtigste Bezugsperson für den Erzähler ist der Großvater, an dessen Hand er vieles kennenlernt. Dann beschließt Mao mit seiner Führungselite die Kulturrevolution und alles wird anders. Der Vater muss ins Umerziehungslager. Weiterlesen

Helen Vreeswijk: “Chatroom-Falle”

Loewe-Verlag, 2009. 303 Seiten.

Das Mauerblümchen Floor und ihre Freundin Marcia geraten über ein Flirtportal an eine Modelagentur.  Weder Floors gutgläubige und liebevolle Mutter, noch Marcias zerüttete Familie merken, dass es sich um ein reichlich unseriöses Angebot handelt.Bald stellt sich jedoch heraus, dass hinter der angeblichen Agentur ein Ehepaar steckt, dass mit den beiden fünfzehnjährigen pornografische Fotos machen möchte. Mit Drogen werden sie schließlich gefügig gemacht.

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David Gilmour: “Unser allerbestes Jahr”

Fischer-Verlag, 2009. 272 Seiten.

Davids Sohn Jesse kommt mit der Schule nicht mehr zurecht. David, ein ehemaliger Filmkritiker und Journalist erlaubt seinem Sohn, die Schule abzubrechen. Jesse darf schlafen so lange er möchte, er darf tun und lassen was er will, von ihm wird nicht verlangt, dass er irgendwie an seiner Zukunft arbeitet oder sogar Geld verdient. David stellt nur zwei Regeln auf: Keine Drogen und jede Woche drei Filme, die Vater und Sohn zusammen ansehen. Weiterlesen

Jay Asher: “Tote Mädchen Lügen nicht”

cbt-Verlag, 2009. 288 Seiten.

Hannah ist tot. Hannah hat sich mit Tabletten das Leben genommen. Hannah hat vorher 7 Kassetten aufgenommen, auf denen sie erklärt, warum sie sich umgebracht hat. Das ist der überaus spannend klingende Grundentwurf von Jay Ashers Erstling “Tote Mädchen lügen nicht” (orig.: Thirteen Reasons Why) erschienen 2009 bei cbt.

Clay Jensen findet nach der Schule ein Päckchen mit Kassetten vor seiner Haustür. Er hört sich diese Kassetten alle in einer Nacht an, das Buch “Tote Mädchen lügen nicht” spielt in eben dieser Nacht. Weiterlesen

Linda Sue Park, u.a.: “Klick! Zehn Autoren erzählen einen Roman.”

Hanser Verlag, 2009. 224 Seiten.

Großvater Gee ist tot. Der berühmte Fotograf ist an einem Herzinfarkt gestorben und hat seiner Enkelin Maggie ein Rätsel hinterlassen. Sie soll sieben Muscheln wieder zurück in das Meer bringen, aus dem Gee sie herausgeholt hat. „Ein Geschenk fürs Leben“ hat er da Maggie hinterlassen, wie sie recht schnell begreift. Sie freut sich darauf, dass Gee sie weiter in ihrem Leben begleiten wird. Jede Muschel, ja sogar die Schatulle wird mit einer Geschichte verwoben, die den Leser um die Welt führen, mit Stationen in England, Irland, Frankreich, Russland und Japan. Damit man nicht so schnell den Überblick behält werden auch noch die Zeiten hin und her gewirbelt. Weiterlesen