Roggenmischbrot 60/40 nach Ketex

Meinen ersten Versuch, Brot zu backen, machte ich mit dem Roggenmischbrot-Rezept von Ketex. Gut, es gab davor noch ein paar Versuche, mit Brotbackmischungen.  Oder blockweise Hefe in nahkampftaugliche Kompaktteiglinge zu rühren, in der Hoffnung sie würden dadurch genießbar. So, wie sich das liest, hat es auch geschmeckt. Es stand halt niemals der Ernst dahinter, Spaß zu haben. Nun schon. Also ein Rezept, ohne Backmischung, mit Sauerteig, kneten, wirken ruhen, gehen lassen und natürlich Wasser, das grammweise abgewogen werden will. Brotbacken halt.

Dazu habe ich auch selbst Sauerteig nach der Pöt-Methode angesetzt, d.h. im Grunde fünf Tage lang jeden Tag eine handvoll Mehl und Wasser verrühren und ab und zu Luft unterrühren. Am fünften Tag hatte ich dann herrlichsten Schimmel in allen Farben. Manche Foren raten einem zur Benutzung, solange man keinen Pelz oder Fäden sieht. Ich fand bunt aber schon eklig genug und habe die Pampe entsorgt. Ich habe dann gleich neuen Teig angesetzt, aber da ich unbedingt an diesem Tag backen wollte dann für mein erstes Brot auf einen fertigen Sauerteig zurück gegriffen. Ging auch, hat sich nur nicht so cool angefühlt.

Roggenmischbrot 60/40. Foto von Ketex: www.ketex.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lange Vorrede hier erstmal das Rezept:

Sauerteig

  • 205 gr. Roggenmehl 1150
  • 205 gr. Wasser
  • 20 gr. Anstellgut

Vorteig

  • 265 gr. Weizenmehl 1050
  • 250 ml Wasser
  • 3 gr. Hefe

Hauptteig

  • Sauerteig
  • Vorteig
  • 200 gr. Roggenmehl 1150
  • 7 gr. Hefe
  • 15 gr. Salz

Den Sauerteig und den Vorteig 16 Std. reifen lassen. Am nächsten Tag alles zusammen rühren und 6 Minuten kneten. Hier war ich viel zu hektisch und hatte noch einen ziemlich heterogenen Klumpen in der Maschine, als ich beschlossen habe, fertig zu sein. 30 Minuten Teigruhe. Danach wirken und in ein Garkörbchen legen. Auch hier war mir noch nicht so klar, wie und wann man wirkt und ein Gärkörbchen hatte ich auch nicht. Wie man wirkt habe ich mir mittlerweile bei Youtube angeschaut. Ein Gärkörbchen habe ich immer noch nicht, aber eine Servierschale mit bemehltem Tuch ausgelegt weist mir nun schon mal die Richtung, in die es gehen kann.

Gare mit Hefe ca. 60 Minuten, ohne Hefe ca. 90 – 240 Minuten je nach Triebkraft des Sauerteiges. Iss klar, warten! Bei 250° 15 Minuten anbacken, bis die gewünschte Bräune erreicht ist und dann fallend auf 180° in 45 Minuten fertig backen.

Was soll ich sagen? Es ist ein Brot geworden. Nicht besonders hübsch und geschmacklich auch noch mit einer ganzen Menge Luft nach oben, aber: Es war ein Brot.

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