Linda Sue Park, u.a.: “Klick! Zehn Autoren erzählen einen Roman.”

Hanser Verlag, 2009. 224 Seiten.

Großvater Gee ist tot. Der berühmte Fotograf ist an einem Herzinfarkt gestorben und hat seiner Enkelin Maggie ein Rätsel hinterlassen. Sie soll sieben Muscheln wieder zurück in das Meer bringen, aus dem Gee sie herausgeholt hat. „Ein Geschenk fürs Leben“ hat er da Maggie hinterlassen, wie sie recht schnell begreift. Sie freut sich darauf, dass Gee sie weiter in ihrem Leben begleiten wird. Jede Muschel, ja sogar die Schatulle wird mit einer Geschichte verwoben, die den Leser um die Welt führen, mit Stationen in England, Irland, Frankreich, Russland und Japan. Damit man nicht so schnell den Überblick behält werden auch noch die Zeiten hin und her gewirbelt.Die zehn Autoren greifen die Geschichten der anderen auf, spinnen sie weiter und entwickeln neue Schwerpunkte. „Viele Köche verderben den Brei“ heißt es. Verdorben mag ich den Roman (nun, eigentlich sind es doch eher zehn Kurzgeschichten, die in einem Zusammenhang stehen) nicht nennen, aber es ist und bleibt: Brei. Eine gute Idee alleine kann kein ganzes Buch tragen. Schade, ein Mängelexemplar. Mir ist nicht klar, wie dieses Buch so gute Kritiken bekommen konnte: Da ist nichts von den differenzierten Erzählstilen zu sehen, die persönliche Note jedes Autors ist verschwunden. Vielleicht hätten hier auch zehn Übersetzer an die Arbeit gehört, aber da möchte ich die Übersetzerin Birgitt Kollmann gar nicht kritisieren: Für Wunder ist sie nicht zuständig – die Geschichten wirken oftmals kladdrig oder lieblos und der große Bogen, das umfassende Ganze fehlt.“Mags-wirf sie alle zurück“ schreibt Gee in seinem letzten Brief an seine Enkelin – das Buch gleich hinterher.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>