Nicolas Mahler: “Kunsttheorie vs. Frau Goldgruber” und “Die Zumutungen der Moderne”

Reprodukt Verlag, 2006.

Ganz in der Tradition (post)moderner Metacomics gibt Nicolas Mahler in „Kunsttheorie vs. Frau Goldgruber“ und „Die Zumutungen der Moderne“ einen Einblick in die Literaturmaschinerie und das Kunstschaffen.

Mit seinen tuschegewordenen Minimalcharakteren gelingt ihm ein Blick auf das Wesentliche: Die Wunde des Gegenstandes, den er betrachtet. So braucht Mahler auch nicht viel Platz um seine Geschichten zu erzählen, er folgt meistens dem Muster “Gegenstand skizzieren, Wunde zeigen, drin rumbohren, fertig.”Mahler bringt die Striche einfach auf den Punkt.

Zum Einstieg sei hier sein vielleicht persönlichstes Buch empfohlen, der autobiographische Anekdotenband “Kunsttheorie vs. Frau Goldgruber.” Dabei bleibt jedoch stets zu bedenken, was Martin Boehnert schon über Autobiographisches im Comic schrieb:

Wohlweislich, dass es sich hier um eines der verführerischsten Medien von allen handelt, denn die suggestiven Wort-Bild-Verschmelzungen scheinen sich einer rationellen Argumentation zu entziehen: Wie können wir schließlich bezweifeln, was uns vor Augen geführt wird?

 

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